Zypern war Knotenpunkt zwischen Europa, Asien und Afrika. Seine bewegte Geschichte erklärt bis heute Sprache, Kultur und die Teilung der Insel.
Schon in der Jungsteinzeit war Zypern besiedelt. Wegen seiner reichen Kupfervorkommen war die Insel in der Bronzezeit begehrt – das lateinische Wort cuprum (Kupfer) leitet sich vom Namen der Insel ab. Der Mythologie nach stieg hier Aphrodite, die Göttin der Liebe, bei Paphos aus dem Meer.
Phönizier, Griechen, Assyrer, Ägypter, Perser und schließlich die Römer prägten die Insel. Aus der griechischen Antike stammt die bis heute dominierende griechische Sprache und Kultur des Südens.
Nach der Teilung des Römischen Reichs gehörte Zypern zu Byzanz und wurde stark christlich-orthodox geprägt. Es folgten Kreuzfahrer, das Haus Lusignan und die Republik Venedig, die mächtige Festungsanlagen hinterließ. 1571 eroberten die Osmanen die Insel – aus dieser Zeit stammt die türkische Bevölkerungsgruppe.
1878 übernahm Großbritannien die Verwaltung, 1925 wurde Zypern Kronkolonie. Die britische Phase erklärt, warum Englisch bis heute so präsent ist und warum auf Zypern Linksverkehr herrscht. 1960 wurde die Republik Zypern unabhängig.
1974 führte ein von der griechischen Militärjunta unterstützter Putsch zur türkischen Militärintervention und zur bis heute andauernden Teilung der Insel. Seit 2004 ist die Republik Zypern EU-Mitglied; der EU-Besitzstand ist im Nordteil ausgesetzt.
| Bronzezeit | Kupferhandel, Name = cuprum |
| ab 1571 | Osmanische Herrschaft |
| 1878–1960 | Britische Verwaltung / Kronkolonie |
| 1960 | Unabhängigkeit |
| 1974 | Teilung der Insel |
| 2004 / 2008 | EU-Beitritt / Euro-Einführung |
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